Innere Ziele

brauchen keine perfektionistische Herangehensweise, sondern Vorfreude. Dennoch gibt es nichts Nützlicheres als einen Plan, dem man folgt, wenn man etwas für sich sehr Bedeutsames erreichen möchte. Die Kunst liegt darin, gleichzeitig Frieden mit sich selbst zu schließen mit allen Eigenheiten, die zu einem gehören; darüber hinaus aber alles in Angriff zu nehmen ohne wenn und aber – mit allen nützlichen Methoden und allem was einem behilflich ist – um seine Ziele auch zu erreichen. Dies geht aber nur, wenn es sich um das richtige Ziel handelt – also um das Verlangen – das einem die Ausdauer durch starke Vorfreude beschert.

Probleme zu haben ist nicht das Schlimmste, was einem passieren kann – schlimmer und schmerzhafter erscheint es mir zu sein, wenn jemand überhaupt nicht spüren kann, was ihn lebendig macht, wofür er aufsteht, was er so gerne erfahren, erleben und erreichen möchte – kein inneres Ziel hat.

„Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht immer noch geschwinder, als der ohne Ziel umherirrt.“

Gotthold Ephraim Lessing

Vergangenheit

Es gibt schöne Erinnerungen an die Vergangenheit. Doch oft belastet sie uns.

Meine Sicht ist, dass es das Beste ist, was wir uns geben können, Frieden mit ihr zu schließen und andere Entscheidungen zu treffen – nach dem Motto: Jeden Tag beginnen neue 100 Jahre.

Benutzen wir den Rückblick in die Vergangenheit beispielsweise nur dazu uns darin zu bestätigen, dass wir eine schlechte Kindheit hatten, hindern wir uns am Ende nur selbst daran, unser Leben so zu gestalten, wie wir es uns wünschen.

Wir können jederzeit entscheiden, ob und welche Kiste wir öffnen und untersuchen möchten. Oder welche einfach mit Geschenkbändchen ins Regal geräumt werden kann, weil wir friedlich mit dem Inhalt umgehen können oder sogar erkannt haben, dass sie Schätze beinhaltet, die wir nicht missen möchten.

„Ein Blick in die Vergangenheit hat nur Sinn, wenn er der Zukunft dient.“

Konrad Adenauer

Lebensaufgaben

Wie auch immer man es nennen möchte, es geht bei den Lebensaufgaben um die Dinge und Tätigkeiten, bei denen deutlich zu spüren ist, wie viel Kraft sie spenden, mit welcher Leichtigkeit und Freude sie von der Hand gehen, wie stimmig die Ergebnisse mit den inneren Wünschen sind; und dies kann in jedem Bereich des Lebens sein, beruflich und privat. Meine Sicht ist, dass sie der Motor für innere Harmonie und Lebenslust sind.

Die Leichtigkeit die mit diesen Tätigkeiten einhergeht ist deutlicher Wegweiser. Wenn wir nur versuchen, es über den Verstand herauszufinden, können wir uns schon mal mit unseren Projekten verzetteln. Spüren wir die Lust und geben der Intuition mal den Vortritt, kommt die Konzentration für die Ausdauer und das letztendliche Gelingen nahezu von selbst. Sehnsucht ist der Motor, das genaue Erfühlen der Filter.

„Bei fast allem, was du tust, kommt es darauf an, wie du es tust. Ist dir das Ergebnis wichtig genug, so wirst du es gewiss erreichen (…) Nur musst du diese Dinge wirklich wollen – mit Ausschließlichkeit wünschen – und nicht hundert andere damit unvereinbare Dinge genauso stark herbeisehnen.“

Dale Carnegie

Selbstvertrauen

Es wird schwer sein, anderen Menschen und Situationen zu vertrauen, wenn wir uns selbst nicht trauen – haben wir Selbstvertrauen, machen wir uns unabhängig vom Urteil und Lob anderer.

Gleichzeitig erkennen und hören wir erst dann, dass wir tatsächlich auch von anderen Menschen gelobt und anerkannt werden.

Unser Selbstvertrauen zu steigern ist eine lohnende Arbeit.

Selbstvertrauen ist einer der Hauptschlüssel, um seine gewünschten Lebensziele zu erreichen, sich wohl mit sich selbst zu fühlen und um Selbstbegrenzungen aufzuheben.

„Ich stehe in der Einbildung, es sei zuweilen nicht unnütz, ein gewisses edles Vertrauen in seine eigenen Kräfte zu setzen.“

Immanuel Kant

Selbstzweifel

Krisenzeiten sind immer auch Wandlungszeiten.

Ohne Krise, keine Entwicklung? Nicht unbedingt.

Doch beginnen wir uns häufig erst zu bewegen, wenn alles so richtig schwer ist. Und das ist gut so.

Mögen diese Zeiten der Selbstzweifel auch zunächst nicht angenehm sein, können wir uns bewusst machen, dass sie unser bis hierher ungenutztes, großes Potential freisetzen können. Wir finden in diesen Zeiten nicht nur heraus, was wir nicht sein wollen, sondern auch das, was wir sein wollen. Veränderung bringt auch neue Kraft.

„Sitz still, mein Herz, wirble keinen Staub auf. Lass die Welt den Weg zu dir finden.“

Rabindranath Tagore

Toleranz

Gehen wir mit uns – besonders mit unseren Schwächen oder kunterbunten Vorgehensweisen – respektvoll und achtsam um, so können wir auch die Andersartigkeit anderer Menschen schätzen. Sie werden dann eher interessant und machen neugierig.

Zensur und Bewertungen hindern uns oft daran, das zu würdigen und wertzuschätzen, was wir gegenwärtig haben und genießen können. Und ebenso sehe ich die Dankbarkeit als den wichtigsten Bestandteil unseres Wohlbefindens.

Was immer zur Toleranz beiträgt, sind Interesse und Informationen. Wenn ich mir nicht die Mühe gebe eine Situation oder einen Menschen wirklich wahrzunehmen und in gewisser Weise zu verstehen, kann es schnell zu feindlichen Gefühlen kommen.

Die wiederum schaden nicht nur dem anderen, sondern auch mir selbst. Zum einen, weil Hass und tiefe Ablehnung eher ungesund sind, weil sie Stress auslösen und zum anderen weil ich dann auch erwarten darf, dass mir andere Menschen möglicherweise ebenso entgegentreten.

Natürlich geht es hier in der Regel um Situationen, mit denen ich konfrontiert bin und nicht darum, alles und jeden verstehen oder alles abnicken zu müssen. Es geht mehr darum, auf überflüssige Machtkämpfe verzichten zu können.

„Der Mensch findet zuletzt in den Dingen nichts wieder, als was er selbst in sie hineingesteckt hat.“

Friedrich Nietzsche

Erfolg

Wenn ich hier in den Seminaren von Erfolg spreche, meine ich nicht DEN Erfolg. Es geht hier eher um den Prozess selbst; um eine erfolgreiche Gestaltung verschiedener Lebenssituationen und Ergebnisse, die einem gerade wichtig sind.

Das Gleiche gilt für die Lösungsorientierung. Man kann leicht einen Tunnelblick bekommen, der mit dem lebendigen Leben nicht viel gemeinsam hat. Das Leben entwickelt sich immer weiter, so wie wir auch.

Meine Sicht ist, dass niemand behaupten sollte, schon alles gesehen, geklärt, gelöst und gelebt zu haben. Die Reise geht immer weiter, der Horizont erweitert sich ebenfalls. Was gestern noch als eine gute Idee oder eine gute Lösung erschien, kann morgen schon mit einem anderen Blickwinkel ein wenig anders aussehen.

Vielmehr geht es meiner Ansicht nach darum, sich in Ruhe und Gelassenheit, in Flexibilität und Achtsamkeit zu üben; eine Souveränität zu entwickeln, die das Leben mit offenen Armen empfangen kann.

Das Leben genießen zu lernen und zu wissen, was man gerne möchte. Damit kann man sich dann auf den Weg machen und die Situationen im einzelnen erforschen nach Wünschen, Lösungen zur Korrektur und dem, was einem hier und jetzt erfolgreich erscheint.

Und hier kommt dann auch das Grundgerüst eines Lebenskonzeptes zum Tragen. Handelt es sich um einen tiefen Wunsch, der realisiert werden möchte, kommt die Ausdauer ins Spiel. Diese Umsetzung dann wird sich nach Erfolg anfühlen. Erfolg ist nicht ein Ergebnis auf dem Papier an dem man sich mit anderen misst, sondern vielmehr ein ganz, ganz schönes Gefühl.

„Ich kann, weil ich will, was ich muss.“

Immanuel Kant

Erwartungen

Wünsche und Träume spenden Kraft. Erwartungen aber bergen die Gefahr, selbst nicht aktiv an der Erfüllung mitzugestalten.

Haben wir zu hohe Erwartungen an uns selbst, werden wir müde und kraftlos.

Beziehen sich unsere Wünsche auf andere Menschen, müssen wir gut hinschauen, dass es nicht zur Fremdsteuerung durch Bedürftigkeit kommt, weil wir nicht bekommen, was wir wollen und uns dabei dann hilflos fühlen.

Anstelle von Erwartungen führen uns klare Visionen und die gezielte Ausrichtung unserer Gedanken in unsere Kraft – wir erkennen das, was wir im Leben geben können und wollen und verwirklichen so unsere tiefsten Lebenswünsche.

„Wer nach außen schaut, träumt. Wer nach innen schaut, erwacht.“

Carl Gustav Jung

Gefühle

Jedes einzelne Gefühl, ob wir es als gut oder schlecht empfinden, hat seine Daseinsberechtigung.

Bei dem Versuch, unerwünschte Gefühle weg zu sperren, werden sie uns früher oder später unkontrolliert zu schaffen machen – sie wachsen immer weiter und werden noch unerwünschter.

Es wird im Laufe der Zeit immer mehr Energie benötigt, um sie im Verborgenen zu halten und wir entfernen uns von uns selbst und von den Menschen die wir lieben.

Meine Sicht ist, dass wir nicht vergessen sollten, dass negative Gefühle auch eine gesunde Warnfunktion für uns haben.

„Man hat uns beigebracht, unsere Gefühle zu überdenken. Wäre es nicht besser, wir lernten, unsere Gedanken zu überfühlen?“

Nikolaus Cybinski

Freiheit

ist sicherlich die Erfüllung unserer eigenen Bedürfnisse, um in unserer Kraft zu bleiben. Da wir aber nicht auf einer einsamen Insel leben – und das in der Regel auch nicht wollen – erlaubt uns die Wahrnehmung der Bedürfnisse anderer Menschen nach ihrer Eigenständigkeit auch die eigene innere Freiheit, uns für uns selbst zu entscheiden und dennoch verbindlich im Zwischenmenschlichen zu sein.

Mir scheint es wichtig, herauszufinden was wir mögen und was wir nicht mögen. Gefühle und Intuitionen sind hier unsere Wegweiser. Wenn wir das insgesamt und auch in einzelnen Situationen genau erspüren können, haben wir die Möglichkeit uns selbst und auch unseren Mitmenschen gegenüber sozial zu verhalten.

„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will.“

Jean-Jacques Rousseau

Kommunikation

Die Art und Weise, wie wir miteinander kommunizieren – verbal und nonverbal – ist ausschlaggebend für die Qualität jeder Beziehung.

Wir können anstelle von Schuldzuweisungen Worte und Gesten wählen, die andere Menschen würdigen und erfreuen.

Aus meiner Sicht gibt uns die Sprache eine Möglichkeit, uns verständlich zu machen und Dialoge so zu gestalten, dass wir im respektvollen Miteinander unsere Ansichten, Anliegen, Grenzen und Möglichkeiten klar benennen und austauschen können.

„Wenn wir sprechen, liegt der Schlüssel zur Kommunikation nicht in dem, was wir sagen, sondern in der Einstellung, die hinter unseren Worten steht.“

Marianne Williamsom

Beziehungen

können förderlich oder hinderlich sein für unsere kreative Entfaltung und unser Wohlbefinden. So, wie wir mit uns umgehen, gehen wir auch mit anderen Menschen um.

Können wir uns selbst mit allen Schwächen und Stärken schätzen, so werden wir auch anderen Menschen mit Wertschätzung begegnen. Doch in dem Maße, in dem wir selbst unzufrieden sind, werden wir auch die Andersartigkeit oder die Verhaltensweisen anderer beanstanden, kontrollieren und mit Energie raubenden Schuldzuweisungen durch das Leben gehen. Damit machen wir uns und anderen Menschen, selbst, wenn wir sie lieben, manchmal das Leben sehr schwer.

Doch Beziehungen sind unser Leben; ob Eltern, Kinder, Partnerschaften, Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen, die Beziehung zu uns selbst… Meine Sicht hierzu ist, dass wir in allen Beziehungen unseren Spiegel und unseren Meister finden. Es lohnt sich also immer, darauf zu schauen, welche Themen uns unsere Beziehungen anbieten und welchen Umgang wir damit finden wollen, um unser Leben zu bereichern.

„Auch in der Natur ist alles irgendwie geordnet, wenn auch in verschiedener Weise: Schwimmende und fliegende Tiere und Pflanzen. Und es ist nicht so, dass eines beziehungslos neben dem anderen stünde, sondern überall gibt es Beziehungen. Auf ein Ziel hin ist alles in der Welt gerichtet.“

Aristoteles

Je mehr Begeisterung wir bei jedweder Beschäftigung aufbringen, desto mehr können wir das Leben und seine alltäglichen Situationen genießen. Deklarieren wir unsere alltäglichen Aktivitäten nicht nur als lästige Pflicht oder Stress, gehen die zu regelnden Dinge leichter von der Hand. Können wir unsere Selbstzweifel nach und nach auflösen, gelangen wir zu mehr Vertrauen in unseren unterschiedlichen Lebenssituationen. Das Leben und die Zufriedenheit finden in den kleinen Dingen statt. So auch die Veränderungen, die wir uns wünschen – Schritt für Schritt, mit Herz und Humor.