Gehen wir mit uns – besonders mit unseren Schwächen oder kunterbunten Vorgehensweisen – respektvoll und achtsam um, so können wir auch die Andersartigkeit anderer Menschen schätzen. Sie werden dann eher interessant und machen neugierig.

Zensur und Bewertungen hindern uns oft daran, das zu würdigen und wertzuschätzen, was wir gegenwärtig haben und genießen können. Und ebenso sehe ich die Dankbarkeit als den wichtigsten Bestandteil unseres Wohlbefindens.

Was immer zur Toleranz beiträgt, sind Interesse und Informationen. Wenn ich mir nicht die Mühe gebe eine Situation oder einen Menschen wirklich wahrzunehmen und in gewisser Weise zu verstehen, kann es schnell zu feindlichen Gefühlen kommen.

Die wiederum schaden nicht nur dem anderen, sondern auch mir selbst. Zum einen, weil Hass und tiefe Ablehnung eher ungesund sind, weil sie Stress auslösen und zum anderen weil ich dann auch erwarten darf, dass mir andere Menschen möglicherweise ebenso entgegentreten.

Natürlich geht es hier in der Regel um Situationen, mit denen ich konfrontiert bin und nicht darum, alles und jeden verstehen oder alles abnicken zu müssen. Es geht mehr darum, auf überflüssige Machtkämpfe verzichten zu können.

„Der Mensch findet zuletzt in den Dingen nichts wieder, als was er selbst in sie hineingesteckt hat.“
Friedrich Nietzsche